l_veranstaltung

Elisabeth-Haus Bremerhaven, 2008.
Westphal Architekten BDA, Bremen.
Foto: Klemens Ortmeyer, Braunschweig

Veranstaltung

- Harm Haslob - Bauten und Projekte aus 40 Jahren

Datum: Donnerstag, 23.02.2012
Uhrzeit: 19 Uhr
Veranstaltungsort: Roter Salon, Am Speicher XI, 1, 3. Etage, 28217 Bremen

Zur Ausstellungseröffnung sprechen:
Eberhard Syring: Über den architektonischen Mehrwert
Helmut Rabien: Die malenden Vier
Ralf Fücks: Zukunft der Stadt – Stadt der Zukunft
Harm Haslob

Eine Begleitpublikation zur Werkschau ist in der Schriftenreihe des Bremer Zentrums für Baukultur Band 15 unter dem Titel Harm Haslob - Bauten und Projekte aus 40 Jahren erschienen. Die Publikation ist mit Ausstellungsbeginn unter der ISBN 978-3-938795-37-8 zum Preis von EUR 30,-- im Buchhandel und ebenfalls im Bremer Zentrum für Baukultur erhältich.


Begleitprogramm zur Werkschau:
Donnerstag, 1. März 2012, 17.30 Uhr
Führung: Börsenhof B/Petrihof. Umbau und Erweiterung eines innenstädtischen Bürogebäudes. Führung mit Harm Haslob
Treffpunkt 17.30 Uhr Haupteingang Marktstraße. Anmeldung unter T. 0421 9602136.

Donnerstag, 22. März 2012, 19 Uhr
„Wettbewerbe – Ein Mittel zur Förderung der Baukultur“
Podiumsdiskussion
Roter Salon, Am Speicher XI, 1, 28217 Bremen, 3. OG

Donnnerstag, 29. März 2012, 17.30 Uhr
Führung: Vom Beluga-Gebäude zur DGzRS, ein Weserspaziergang mit Harm Haslob. Treffpunkt 17.30 Uhr vor dem Beluga-Gebäude. Anmeldung unter T. 0421 9602136

Zur Ausstellung:
Seit mehr als vierzig Jahren ist der Bremer Architekt Harm Haslob erfolgreich tätig. Das von ihm und Peter Hartlich 1970 gegründete Architekturbüro firmierte in den folgenden Jahren unter Architekten Haslob Hartlich; Zill Haslob Hartlich Schütz; Haslob Hartlich Schütz; Haslob Hartlich + Partner; Haslob Kruse + Partner. Zahlreiche Bauten, die aus dieser Architektur-Werkstatt stammen, haben das Bild der Hansestadt und der Region mitgestaltet. Zu den bekanntesten zählen neben vielen Schulbauten der Erweiterungsbau des Rembertistifts (1974) in Bremen, das Rathaus in Stuhr (1986), die Friedhofskapelle in Stuhr und das Wuppesahl-Gebäude auf dem Teerhof in Bremen (beide 1990), das Wiebe-Verwaltungsgebäude in Achim (1993), die Zentrale der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (1995/2010), die Domshof-Passage (1996), der Erweiterungsbau der Sparkasse Am Brill (2002) sowie das Beluga-Reedereigebäude (2009) in Bremen.
Aus Anlass des siebzigsten Geburtstags von Harm Haslob am 15. Februar 2012 präsentiert das Bremer Zentrum für Baukultur (b.zb) eine Werkschau, die vom 24.2. bis 9.4.2012 zu sehen ist. Zur Ausstellung erscheint eine Publikation in der Schriftenreihe des b.zb (Band 15).
Viele der in der Ausstellung vorgestellten Bauten resultierten aus Wettbewerbserfolgen, wobei sich das Büro auch gegen nationale und internationale Konkurrenz durchsetzen konnte. Die Förderung des Wettbewerbswesens war und ist ein zentrales berufspolitisches Ziel, das Harm Haslob unter anderem auch in seiner Zeit als Vorsitzender des BDA (Bund Deutscher Architekten) in Bremen von 1990 bis 1996 mit Nachdruck vertreten hat.
Die Werkschau stellt Bauten und Entwürfe von den Anfängen in den frühen siebziger Jahren bis zu aktuellen, in der Öffentlichkeit noch wenig bekannten Planungen vor. Dabei werden kontinuierliche Momente einer Architekturhaltung deutlich, so eine besondere Affinität zu Material und Detail, aber auch das Bestreben, Funktionsgerechtigkeit mit der Ausbildung einer klaren räumlichen Identität in Einklang zu bringen. Unverkennbar sind aber auch die Einflüsse zeitbedingter architektonischer Ideen.
So ist das Frühwerk noch stark von spätmodernen Planungskonzepten geprägt, was besonders auf die Schulbauprojekte zutrifft. Von den späten siebziger Jahren bis Mitte der neunziger Jahre zeigt sich die Architektur aus der Werkstatt Haslobs nicht unbeeinflusst von einem damals dominanten „postmodernen“ Zeitgeist. Regionalistische Bezüge spielen bei den Bauten dieser Periode ebenso eine Rolle wie die Idee, den Bauwerken eine bildhafte Identität zu verleihen, wie das beim Wuppesahl-Gebäude geschieht, das eine architektonische Analogie zum Wasserturm („Umgedrehte Kommode“) darstellt.
Das architektonische Werk der jüngeren Vergangenheit ist demgegenüber wieder abstrakter geworden und fügt sich in den Kontext der so genannten Zweiten Moderne. Die Baukörper zeugen von einer skulpturalen Entwurfsauffassung, stellen aber mehr als ein formales Spiel dar. Sie sind zugleich auf besondere Weise an ihren städtebaulichen Kontext angepasst und erzeugen verblüffende räumliche Qualitäten in den Übergangszonen von innen und außen. Das Beluga-Gebäude und der Entwurf für die Angestelltenkammer Bremerhaven stehen beispielhaft dafür.

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