
- Elisabeth-Haus Bremerhaven, 2008.
Westphal Architekten BDA, Bremen.
Foto: Klemens Ortmeyer, Braunschweig
Veranstaltung
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Konfliktraum BRD / Neue Heimaten
| Datum: |
Montag, 13.02.2012 bis Montag, 26.03.2012 |
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| Uhrzeit: | Mo, Do, So, jeweils 14-18 Uhr |
| Veranstaltungsort: | SoAB Gallery, Altes Postamt, An der Weide 50c, 1. Etage, 28195 Bremen |
Die SoAB-Gallery ist von Studierenden der School of Architecture Bremen entworfen, gebaut und betrieben. Sie eröffnet mit der Doppelausstellung ihre Pforten.
Zu den Ausstellungen:
KONFLIKTRAUM BRD
Der öffentliche Raum in europäischen Städten zeigt sich in jüngster Zeit verstärkt als Spiegelbild gesellschaftlicher Spannungen. Nach dem gewaltsamen Tod des 29-jährigen Mark Duggan im vergangenen Sommer standen London und viele britische Großstädte für Tage in Flammen. Wie ist es in dieser Sache um Deutschland bestellt? - Studierende der School of Architecture Bremen haben Konfliktfelder erforscht, die im gesamten Bundesgebiet als wiederkehrende Phänomene auftreten: Was ist Gentrifizierung, wo und warum brennen Autos, nimmt die Gewalt in U-Bahnen tatsächlich zu oder ist sie ein mediales Phänomen, wo liegen die historischen Wurzeln von Protestbewegungen wie die gegen Stuttgart 21 oder weshalb und wo gibt es in Deutschland polizeilich definierte Gefahrengebiete, in denen die Bürgerrechte eingeschränkt sind? - Das sind einige der Fragen, mit denen sich KONFLIKTRAUM BRD befasst. Die Ausstellung bietet keine Lösungen, sie zeigt Deutschland als Karte sozialer Konflikte und bietet ein neutrales Fundament für die dringend erforderliche Diskussion darüber.
NEUE HEIMATEN
Die gefeierte Renaissance der Stadt wirft einen dunklen Schatten auf die Randlagen zwischen Kernstadt und Speckgürtel. Nirgendwo sammeln sich die vermeintlichen Verlierer und sozial Schwachen stärker als dort. - Auch in Bremen: In der Grohner Düne, am Lüssumer Ring, im Schweizer Viertel, in Kattenturm oder am Sacksdamm. Die Wohnbedingungen und das Wohnumfeld sind zum Teil skandalös. Besonders dort, wo die Bestände privatisiert wurden und sich in den Händen von fontbasierten Kapitalgesellschaften befinden. Dabei wissen wir, dass das Gut Wohnen in diesen Quartieren und unser Umgang damit die Entwicklung unserer Stadtgesellschaften maßgeblich bestimmen wird. Denn, hier wächst die demografische Ressource unserer überalterten Gesellschaft heran. Was können Architekten in diesen Situationen tun, gibt es überhaupt architektonische Mittel, um die drängende Soziale Frage zu beantworten? - Studierende der School of Architecture Bremen haben die lokalen Konfliktfelder untersucht. Sie machen die Spannungen zwischen den Akteuren sichtbar und skizzieren Konzepte für NEUE HEIMATEN in Bremen.
Zur SoAB-Gallery:
Wie kommt Architektur in die Welt, wie lässt sie sich diskutieren und vermitteln, wenn sie noch nicht gebaut, wenn sie noch Idee und Konzept ist? – Diese Frage stellt sich besonders in der Lehre.
Die School of Architecture Bremen geht diesem Thema nach und widmet sich in diesem Jahr dem Aufbau einer Projektgalerie, die von Studierenden entworfen, gebaut und anschließend betrieben wird.
Die SoAB Gallery ist als Zwischennutzung konzipiert. Erste Adresse ist das ehemalige Postamt am Bremer Hauptbahnhof, in dem sich große Hallen befinden, die früher zum Umschlag von Paketen genutzt wurden.
Projekt begleitend findet dort eine Vortragsreihe statt, die sich mit dem Machen von Ausstellungen und dem Ausstellen von Architektur befasst.